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Klassentreffen an der Oberstraße - oder wie Mercator sein Wohnhaus bezieht

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Es ist der 13. Februar 1558, der Kaufvertrag über ein großzügiges Wohnhauses mit angrenzender Werkstatt ist besiegelt. Gerhard Mercator bezieht mit seiner Frau Barbara die neue Statt. Bereits sechs Jahre wohnen sie zu diesem Zeitpunkt schon in Duisburg. Nun ist der Umzug von der Hammerstraße, die wohl ganz in der Nähe des Rathauses lag, in die Oberstraße perfekt. Bürgermeister Walter Ghim begrüßt den honorigen Bürger ganz traditionell mit Salz und Brot auf dem Weg in die neuen eigenen vier Wände. So oder ähnlich mag es vor nicht ganz 500 Jahren ausgesehen haben.
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Stadterzähler Kurt Walter, der auf anschauliche Weise Geschichte und Geschichten vermittelt, mimt Bürgermeister Ghim, Gästeführer Roland Wolf ist sein Alter Ego Gerhard Mercator. Treffpunkt der Begrüßung ist der ehemalige Standort des Wohnhauses, dort wo jetzt noch das ehemalige Berufskolleg gegenüber dem Rathaus steht. Eine schlichte Gedenkplatte erinnert an diesen historischen Ort. Wie wunderbar, dass nun anlässlich der diesjährigen Akzente zum 500. Geburtstag Mercators das leer stehende Kolleg genutzt werden kann.

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Unter dem Motto „Auf der Spurensuche von Mercator in Sint-Niklaas, Rupelmonde, s`Hertogenbosch, Löwen, Gangelt und Duisburg“  wird ein Klassenzimmer zum Werkstatt. Dort werden die Spuren zusammengeführt, die Mercator an den Orten seines Lebens hinterlassen hat. Gemeinsam mit dem Mercator-Gymnasium, dem Mercator-Berufskolleg Moers, dem Kulturamt der Stadt Sint-Niklaas, dem Stadtarchiv s`Hertogenbosch, dem Koordinator für das Mercatorjahr in Belgien, dem Mercator-Darsteller in Rupelmonde und dem Rathaus Gangelt wird das historische Erbe zusammengeführt, aus vielen kleinen Spuren wird ein Fährte, die letztlich in das ehemalige Schulgebäude zum Klassentreffen einlädt.
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Kurt Walter gibt einen kleinen Vorgeschmack auf das liebevoll zusammengestellte Programm, das während der Duisburger Akzente gestaltet wird: Eine kleine Ausstellung  ist zu sehen, es werden Vorträge gehalten und zu diesen Terminen werden zusätzlich ausgewählte Köstlichkeiten gereicht. Wie das Brot, das nach einem gängigen Rezept der damaligen Zeit gebacken wurde oder auch das Mercator-Bier, das aus einem Uni-Projekt hervorgegangen ist.

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Es ist ein Projekt, das mit viel Hingabe, ehrenamtlichem Engagement und Enthusiasmus den 500. Geburtstag als Anlass nimmt, international und  auf gemeinschaftlicher Ebene den Gelehrten und sein Erbe zu würdigen. So sind gegenseitige Besuche der Mercator-Städte auf Eigeninitiative organisiert worden. Gilt es doch die Stationen seines Lebens einmal mit eigenen Augen gesehen zu haben wie das Geburtshaus oder auch den Kerker, in dem Mercator wegen Ketzerei inhaftiert war. Aber noch wichtiger ist natürlich, dass die Kontakte gepflegt werden. Und da sind Kurt Walter und der Duisburger Künstler und Mitorganisator Klaus-Dieter Brüggenwerth wirklich sehr emsig, so dass man davon ausgehen kann, dass auch in Zukunft das Projekt weiter fortgeführt werden kann.

 

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